© guruXOX / Fotolia.com
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Vom Hörsaal ins Handwerk

Sie sind unsicher, ob ein Studium (noch) das Richtige ist? Sie zweifeln an Ihrer Entscheidung, mit einem Studium Ihre berufliche Karriere zu starten? Hier finden Sie erste Tipps, wie Sie im Handwerk Ihre Erfüllung finden!

Vorteile als Studienaussteiger im Handwerk

  • Arbeiten Sie gerne mit Ihren Händen?
  • Erfüllt Sie der Anblick Ihrer Ergebnisse am Ende eines Arbeitstages mit Stolz?
  • Empfinden Sie wechselnde Einsatzorte als Bereicherung?
  • Wollen Sie hoch hinaus und träumen davon, einen eigenen Betrieb zu leiten?

Wen Sie diese Fragen mit „Ja“ beantworten können, sind Sie im Handwerk genau richtig! Als Studienwechsler können Sie Ihr theoretisches Hintergrundwissen mit praxisorientierter Arbeit verbinden und so neue Impulse in Produktionsprozesse einbringen. Im Handwerk arbeitet man meist beim Kunden vor Ort und lernst so wechselnde Einsatzorte kennen. So wird es im Handwerk nie langweilig: Es gilt, individuelle Kundenwünsche zu berücksichtigen sowie mit Flexibilität, Kreativität, innovativem Denken und Know-how die täglichen Herausforderungen in der Bearbeitung von Aufträgen zu meistern.

Aufgrund des demografischen Wandels werden in Zukunft viele Betriebsinhaber/-innen nach einer Unternehmensnachfolge suchen. Wenn Sie engagiert, wissbegierig, leistungsorientiert und verantwortungsbewusst sind, bringen Sie genau die richtigen Eigenschaften mit, um einen Betrieb zu übernehmen.

Im Handwerk haben Sie die Möglichkeit, Ihr Erfahrungswissen einzubringen und in konkreten Projekten umzusetzen. Mit engagiertem Einsatz, Selbstsändigkeit in Kombination mit zahlreichen Fortbildungsmöglichkeiten haben Sie in den meist kleinen Betrieben des Handwerks die Möglichkeit, schnell Karriere zu machen und verantwortungsvolle Positionen einzunehmen!

Raus aus dem Studium, rein ins Handwerk!

In der → YouTube Playlist berichten Studienaussteiger/-innen, wie sie ihre Erfüllung im Handwerk gefunden haben.

Von der Orthopädieschuhmacherin über Kfz-Mechatroniker bis hin zur Fotografin ist alles dabei – reinklicken lohnt sich!

Möglichkeiten der Ausbildungsverkürzung

Die Ausbildungszeit kann vor Ausbildungsbeginn aus unterschiedlichen Gründen verkürzt werden. Voraussetzung ist, dass der Ausbildungsbetrieb mit der Verkürzung einverstanden ist und die Mindestausbildungszeit eingehalten wird.

Verkürzungsgrund Verkürzungsdauer
Abgeschlossene Berufsausbildung
bzw. Wechsel der Berufsausbildung
nach der Grundausbildung in eine
ähnliche Berufsausbildung
Verkürzung um bis zu zwölf Monate möglich
Fachhochschulreife bzw. Allgemeine Hochschulreife Verkürzung um bis zu zwölf Monate möglich
Lebensalter von über 21 Jahren Verkürzung um bis zu zwölf Monate möglich
Gute Leistungen in der Ausbildung Möglichkeit, die Abschluss- bzw.
Gesellenprüfung um ein halbes Jahr vorzuziehen

Karriere im Handwerk

Nach einer Ausbildung im Handwerk gibt es zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Durch Besuch von Weiterbildungskursen besteht die Möglichkeit, kontinulierlich neue Arbeitstechniken zu erlernen und sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen.

Hier eine Auswahl möglicher Fort- und Weiterbildungen im Handwerk:

Meister/-in  im Handwerk:
Mit der bestandenen Meisterprüfung geht das Recht einher, einen eigenen Betrieb zu übernehmen oder zu gründen sowie die Ausbildungsberechtigung. Im Deutschen Qualifikationsrahmen (→ DQR) sind Meister und Bachelor als gleichwertige Abschlüsse eingestuft.

Betriebswirt/-in  im Handwerk:
Die Fortbildung zum/zur Betriebswirt/-in im Handwerk ergänzt das Wissen aus der Meisterprüfung. In dieser Fortbildung wird Wissen vermittelt, das für die Betriebsführung wichtig ist. Zu den Inhalten gehören beispielsweise Personalwesen, Kalkulation oder Marketing.

Gebäudeenergieberater/-in im Handwerk:
Aufgabe eines Gebäudeenergieberaters/-beraterin ist es, Immobilienbesitzer/innen zu beraten und Konzepte zu erarbeiten, wie ein Gebäude energetisch saniert werden kann. Diese Fortbildung ist insbesondere für Berufsgruppen im Bau- und Ausbaugewerbe relevant.

Gestalter/-in im Handwerk:
Gestalter/-innen im Handdwerk sind Profis für die kreative Ausgestaltung unterschiedlicher Produkte. Gearbeitet wird in fast allen Bereichen des Handwerks, zum Beispiel bei Fotografen, Raumausstattern oder Goldschmiedebetriebe.

Betriebsinformatiker/-in:
Die Fortbildung zum/zur Betriebsinformatiker/-in umfasst Inhalte zu EDV, fundierte Informationen zur Einrichtung kleinerer Netzwerke sowie Datenbankanwendungen.

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Beratungsangebot

Für weiterführende Informationen können Sie sich an die Ausbildungsberatung Ihrer → zuständigen Handwerkskammer wenden! Wir beraten Sie gerne, beispielsweise zu folgenden Themen:

  • Unterstützung bei der Auswahl eines zu Ihren Interessen passenden Ausbildungsberufes
  • Unterstützung bei der Suche eines passenden Betriebs für ein Praktikum und/oder Ausbildung
  • Individuelle Planung Ihres Ausbildungsverlaufs
  • Individuelle Prüfung der Anrechenbarkeit bereits erbrachter Studienleistungen
  • Individuelle Karriereplanung nach Ihrer Ausbildung, z.B. Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung in Ihrem Berufsfeld
  • Beratung über Fördermöglichkeiten (z.B. Meister-BAföG)
  • Beratung und Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Betrieb zur Betriebsübernahme bzw. Neugründung